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Stress? Entspannung im Alltag

Podcast-Transkript Nr. 586

Philipp: Hallo und herzlich willkommen zum Podcast der fresh-academy. 
 
Liebe Wiebke, wie geht’s Dir heute?

Wiebke: Total entspannt. Guten Morgen! Hallo! Guten Tag!

Philipp: Guten Morgen! Das ist für mich so einer der Paradebeispiele, diese „Wie geht es dir?“-Frage. Und ganz oft die Reaktion eines entweder total automatischen Ja gut, zack und weiter oder dieser Einladung, demjenigen da Tor und Tür zu öffnen für aus meiner Sicht diese alte Sicht auf Wie gestalte ich mein Leben? Wie lebe ich meinen Alltag, wo eine gewisse Stressbelastung und Arbeitsauslastung etwas Positives war?

Wiebke: Oh echt.

Philipp: Weil man ja ein gut funktionierender, hart arbeitender Mensch ist, der sich kümmert und sorgt, viel Verantwortung trägt.

Wiebke: Das hat ja nicht unbedingt was mit Stress zu tun, oder? Das ist eine Sicht der Dinge, das stimmt. Eine veraltete Sicht der Dinge. Hart arbeiten. Es klingt so negativ, finde ich. Das klingt auch wirklich stressig. Kann ja einfach sein, dass derjenige viel arbeitet, von mir aus auch gefordert ist. Das muss ja nicht hart sein.

Philipp: Das stimmt. Diese Grundhaltung, dass da mehr Wunsch nach Entspannung ist, mehr Wunsch nach zum Beispiel Arbeitszeitreduktion ist, wenn man diese Perspektive wählt, von Work-Life-Balance. Dass dieser Life Aspekt da deutlich mehr betont wird in den letzten Jahren. Dennoch sehe ich, dass da bei einigen Menschen dieses in Anführungszeichen „Stress“, ich benutze es mal das Wort noch drinsteckt.

Wiebke: Das ist für mich kein Widerspruch. Für mich gibt es keinen Widerspruch, wie ich das eben versuchte habe anzudeuten zwischen viel arbeiten und eine Menge Spaß haben und unbedingt Stress haben zu müssen. Oder ich kann nur, wenn ich meine Arbeitszeit reduziere, ein schönes Leben haben. 
 
Für mich ist dieser Ausdruck Work-Life-Balance nicht so günstig. Also die meisten Menschen arbeiten und leben und das ist kein Widerspruch. Entweder arbeite ich oder ich lebe. 
 
Ich glaube, dass durch diese Verknüpfung sehr viel Unzufriedenheit kommt, weil die Menschen dann, wenn sie arbeiten, das Gefühl haben, sie leben nicht und wenn sie leben, nicht arbeiten sollten. Für mich ist das kein Widerspruch. Denn wenn Du die Dinge, die Du tust, gerne tust und anfängst, das auch positiv zu bewerten und positiv zu reframen oder wie auch immer Du das für Dich darstellen möchtest, kannst Du, obwohl Du viel zu tun hast, obwohl Du eine Menge Dinge unter einen Hut bringen darfst, damit zufrieden und glücklich sein. 
 
Das heißt nicht, dass Du noch mal hingucken darfst im Sinne von: Wie viel Zeit möchtest Du wofür einsetzen? Noch viel spannender, weil Du das Thema Stress ja angesprochen hattest. Wie kannst Du es hinbekommen, schon eine gewisse Balance zu haben? 
 
Und ich glaube, dass unser Leben nie, immer total ausbalanciert ist. Glaube ich einfach nicht. Ich glaube, dass es immer Auf und Abs gibt. Es gibt immer mal viel mehr zu tun, vielleicht im Beruf, weil bestimmte Dinge anstehen. Und dann ist das wie so eine Welle für mich, diese Welle zu surfen im entspannten Zustand und nicht immer zu sagen jetzt ist Stress, Stress, Stress, Stress, sondern zu sagen Ja, es ist viel zu tun. Es ist eine Menge, es ist eine Menge gewesen für alle jetzt im letzten Jahr. Ob jetzt mit betroffen C. Oder ohne, ob die Kinder zu Hause waren, ob die Arbeit nicht da war. Es spielte keine Rolle, weil wir alle durch diese totale Umstellung in einen Zustand gebracht wurden, sag ich jetzt mal, der schon den sogenannten Stresslevel erhöht.

Philipp: Vielleicht auch ein Stück weit uns selbst gebracht haben.

Wiebke: Ja, und manche haben den Stresslevel dadurch extrem reduzieren können. Auch das gab es ja, dass ganz viel mehr Entspannung war, die Menschen weniger unternommen haben, weniger den Druck hatten, ganz viele Dinge auf einmal zu unternehmen. 
 
Deswegen ist dieses Wort Stress so dehnbar und so individuell belegt. Jetzt ist ja die viel wichtigere Frage für mich, wenn jetzt wieder viel zu tun ist, wenn jetzt das Leben sich wieder in normalen Bahnen ordnet, wie kannst Du es hinbekommen, in diesem immer mehr entspannten Zustand zu sein?

Philipp: Vor allem, wenn ich das noch mal einbringen darf. Ich sehe beide Trends auf der einen Seite, dass diese Meditations-Dinge sagen ich mal, dass die anfangen zu wachsen und mehr Interesse und mehr Akzeptanz auch bekommen. Noch vor 20 Jahren war das noch so! Was bist Du für ein Esoteriker?

Wiebke: Ja.

Philipp: Und heute? Ist das ja irgendwie ein ganz normaler Bestandteil, der in vielen Unternehmen einfach zur Kultur dazugehört und auf der anderen Seite ist es ja so, dass diese ganze Entwicklung immer schneller wird und diese ganzen Themen und dieses ganze Mithalten und diese ganze ich nenne es mal Wirbel oder Trubel, der scheint auch ein Stückchen zuzunehmen. 
 
Da ist eben diese Frage so spannend wie diese Ruhe in sich zu finden. Diese Entspanntheit, genau das Thema, was Du gerade angesprochen hast. Da ist natürlich meine erste Frage Wie siehst Du das aus Sicht von N.L.P.?

Wiebke: Ich glaube, dass jeder das für sich selbst bewerten und entscheiden darf. Ja, es ist viel entstanden durch höher, schneller, weiter. Und ich glaube, dass durch das letzte Jahr dieses Höher, schneller, weiter ein bisschen abgenommen hat. 
 
Es gibt für mich so eine Diskrepanz zwischen den Generationen. Die eine Generation ist noch in dieser 40 bis 60 70 Stundenwoche arbeiten und die nächste Generation, die das beobachtet hat, ist genau in dem Gegenteil von ne, also 20 30 Stunden Maximum und ich möchte meine Kinder aufwachsen sehen. Ich möchte das teilen zwischen den Partnern, was ich ganz toll finde. 
 
Also ich mag diese Gegensätze, weil jeder dadurch noch mal hingucken kann. Was willst Du eigentlich? Welches Leben möchtest Du leben? Und geht es wirklich um höher, schneller, weiter? Geht es wirklich, um immer mehr Geld zu verdienen? Geht es immer mehr, um anderen Menschen etwas zu beweisen? Das ist ja ganz oft der Punkt, dass andere sehen sollen, wie erfolgreich, wie toll, wie auch immer derjenige ist. Und für mich bedeutet Erfolg was ganz anderes. 
 
Für mich ist der Erfolg. Was ist das, was Du für Ziele hast und welche Ziele erreichst Du damit? Unabhängig davon, was jetzt die anderen Menschen da draußen sagen und das auch nicht zu beurteilen. Wenn jemand sagt Mein Haus, mein Auto, meine Frauen oder wie auch immer jemand das definiert meine Männer, um beide Seiten zu sagen. 
 
Oder geht es darum, diesen inneren Frieden zu haben? Und das ist für mich Erfolg. Erfolg ist viel mehr dieses Wie kannst Du Deine innere Zufriedenheit haben? Dieses innere Glücksgefühl, unabhängig davon, wie das Außen spielt, wie das Außen funktioniert. Immer mehr zu Deinen eigenen Frieden damit machen, wie Du bist, wie Du sein willst, wie Du werden willst.
 
Du beurteilst, wie Dein Leben zu sein hat. 
 
Und wenn Du entscheidest, Du willst nur in Anführungsstrichen für manche nur 20 Stunden arbeiten, dann ist das völlig okay. Das heißt nicht, dass die anderen das vielleicht anders sehen könnten oder ich vielleicht zum Beispiel weniger arbeiten könnte. Nur das hängt davon ab, was Dir Spaß macht. 
 
Diese Diskrepanz zwischen dem, was Du willst und was Du glaubst tun zu müssen, das ist, glaube ich, das, was vielen Menschen ganz viel Stress bereitet, dass sie denken, sie müssen für ihre Kinder jeden Tag fünf Stunden da sein und müssen gleichzeitig noch 10 Stunden arbeiten und haben das Gefühl, sie wollen ja privat auch noch Sport machen, Musikinstrumente spielen. All diese Dinge dieses Prioritätensetzen ist eine Herausforderung. Und dadurch, dass es immer heißt, Du kannst alles erreichen, was Du möchtest, was sicherlich auch wahr ist, wenn Du dafür was tust oder bestimmte Dinge in Deinem Mindset veränderst, macht es gleichzeitig glaube ich da draußen extrem viel Druck und extrem viel Stress. 
 
Das will ich auch haben, das will ich auch haben. Das muss auch sein, das muss ich alles auf einmal haben. 
 
Das entsteht ja auch durch diese ganzen Medien, durch dass wir sehen, was macht der schon wieder auf Facebook und Insta und oh, hat er viel Geld und hat der viel Liebe? Unabhängig davon, was Menschen da draußen sehen? Wie kannst Du mit Dir Deinen Frieden machen? 
 
Je entspannter Du wirst mit Dir selbst und je entspannter Du bist mit dem was Du hast, um mit dem zufrieden bist erst mal was Du hast. „Habst“, hätte ich früher gesagt

Philipp: Was steckt da drin?

Wiebke: „Hast“ ist eine ungünstige Ambiguität.

Philipp: Okay, ich höre.

Wiebke: Deswegen sage ich manchmal gerne, was Du habst. 
 
Für mich ist das eins der wichtigsten Themen gewesen, die Dir Entspannung bringen. Dann hört das Vergleichen auf. Dann hört das unzufrieden sein auf. Dann hört auch das Gefühl von Stress auf. 
 
Sicherlich, ich habe das auch. Es gibt Situationen, bei denen ich dann denke, das muss ich noch machen, das muss ich noch machen. Dann zu sagen, ich schaffe viele Dinge einfach nicht alle auf einmal. Es geht nicht, es geht einfach manchmal nicht. Und da noch mal hinzugucken und sagen: 
 
Okay, was ist Dir jetzt am wichtigsten? Wie kannst Du diese Entspannung einbauen in Deinen Tag? Wie kannst Du ganz bewusst sagen, wenn Du irgendwas Herausforderndes hast? Du ziehst Dich einfach noch mal 10 Minuten zurück, setz Dich einfach nur hin, hörst eine schöne Musik, meditiert und denkst über was Schönes nach und gehst in diesen entspannten Zustand.

Philipp: Da fällt mir auch dieses Sprichwort ein, was wahrscheinlich jeder schon mal irgendwo gehört oder gelesen hat. Du sollst jeden Tag 15 Minuten meditieren. Oh, dafür habe ich überhaupt keine Zeit. Dann eine Stunde.

Wiebke: Genau. Und das passt wunderschön. Weil Du ja auch mit Deiner Entspannung das auf andere überträgst. 
 
Du glaubst gar nicht, wie viel diese innere Unruhe oder diese innere Unzufriedenheit sich auf andere Menschen übertragen kann. Du fühlst das, ohne dass der andere irgendwie was sagen muss. Und selbst wenn Du das dann fühlst und Du würdest Unzufriedenheit, Anspannung oder sonstiges fühlen, wie kannst Du es hinkriegen, dass Dich das dann nicht auch so beeinflusst?

Philipp: Das ist eine gute Frage.

Wiebke: Vielleicht machen wir darüber noch mal einen gesonderten Podcast.

Philipp: Allein die Fragen

A Wie merke ich denn – Bin ich überhaupt gestresst? Rein theoretisch kann das ja sein, dass ich in einer gewissen Art und Weise einfach kenne zu sein und das für mich normal ist. Also da eben diese Beobachtungsgabe, diese Wahrnehmung irgendwie zu schärfen, würde mich interessieren.

Der zweite Punkt ist dann, wie Du sagst, Du diese Ruhe zu schaffen. Wie schaffe ich mir die im Alltag? 
 
Naja, ich stell mir jetzt vor irgendeine Büro Situation – der Drucker ist kaputt, die Präsentation steht an. So was mache ich da am besten?

Wiebke: Lachen

Philipp: Oder vielleicht noch weiter. Wenn dann tatsächlich so eine große Sache passiert, die uns gesamtgesellschaftlich ein bisschen bewegt oder was verändert. Verhalte ich mich in solchen Situationen, wenn dann zum Beispiel der Betrieb in irgendeiner Form eingeschränkt wird, die Arbeitszeit runtergefahren wird? Und wie kann ich da in dieser Ruhe bleiben, um, wie es jetzt auch von Dir gelernt habe, eben in dieser Flexibilität zu bleiben, alle, alle Optionen noch wahrnehmen zu können.

Wiebke: Ich fange mal jetzt mit dem letzten an, im Sinne von Wie kannst Du diese Flexibilität und diese Ruhe bewahren? Da ist für mich die Königsdisziplin Reframing. Wie kannst Du etwas in einen anderen Bezugsrahmen setzen? Was ist das Positive daran, dass Du bestimmte Dinge ja im Außen gar nicht ändern kannst? Sie sind einfach von außen gefühlt vorgegeben. Das heißt nicht, dass wir nicht unsere Meinung sagen können. Das heißt nicht, dass wir bestimmte Dinge tun können, um für uns und für andere etwas zu verändern. 
 
Wie kannst Du Dinge reframen? Wie kannst Du das Positive da rausnehmen, das Rausziehen aus einer Situation und Dich immer wieder fragst:
Was kann das Positives noch bedeuten?

Damit könntest Du in Deinem Umfeld auch dieses Spiel spielen beim Frühstück, statt über die Probleme zu reden, was alles da draußen schon wieder passiert ist. Einfach mal darüber reden. Was kann das Positives noch bedeuten? Einfach mal ganz konkret diese Muster durchbrechen von Wir treffen uns und reden über irgendwas doofes, negatives.

Philipp: Das finde ich total schöne Vorstellung. Es gibt ja viele Menschen, die sagen ich nehme gar keine Nachrichten mehr auf, weil mich das so unter Druck setzt oder Stress oder wie auch immer dann die Wortwahl ist. Und sich tatsächlich bewusst hinzusetzen, eine Zeitung zu nehmen und in jedem Artikel zumindest die Überschrift in positiv zu formulieren.

Wiebke: Das wäre eine gute Idee.

Philipp: Geile Übung. Ja, cool danke.

Wiebke: Ja, und dann fängst Du auch an, darüber zu lachen. Du fängst auch an über Dinge, die wirklich schrecklich sind, drüber zu lachen, oder? Bzw. wenn es nicht so zum Lachen ist, wenigstens schon mal Dein inneres Gefühl veränderst.

Philipp: Das fand ich im Seminar so spannend zu merken. Also diese Gruppe, die sich dann zu einem Thema zusammengesetzt hat und im ersten Moment dieses Schluck-Gefühl irgendwie auftritt. Ähnlich wie Du es eben schon angesprochen hast, dass im Menschen selbst dieses Gefühl irgendwie drinsteckt und das Außen spürbar ist über Runde um Runde dieser Übung hin zu Wir sitzen da alle und lachen ja tatsächlich. Das Thema ist ja das gleiche geblieben, aber die eigene Einstellung im jetzt unabhängig der Meinung, wie Du es auch sagst, kontrollieren zu können oder bewusst verändern zu können, das ist stark.

Wiebke: Das ist richtig. Richtig. Lebens erleichternd. Und damit komme ich zurück auf Deine erste Frage: 
 
Woran merkst Du, dass Du Stress hast? 
An Deinem Gefühl! 
 
Dein Gefühl gibt Dir im Grunde Feedback zu dem, was Du denkst. Denkst Du, es ist leicht? Denkst Du, es ist schwierig? Denkst Du, es ist herausfordernd? Denkst Du, es ist alles so viel? Auch da könntest Du natürlich Reframing benutzen, oder wie kannst Du Dein Gefühl dazu verändern? Zu der Situation, zu dem Gefühl, was Dir Stress macht, wenn im Außen Dinge auf Dich einprasseln würden? 
 
Damit machst Du Dir ja in Deinem Kopf unterschiedliche Abfolgen von Sub Modalitäten. Das heißt, Du siehst etwas, Du hörst etwas und dann fühlst Du etwas und dieses Gefühl ist Dein Stress-Barometer. Je nachdem, wohin die Nadel ausschlägt in das gute Gefühl oder nicht so gute Gefühl darfst Du da im Grunde sagen Stopp! Was ist das, was Du jetzt verändern kannst, dass Du Dich besser fühlst? Es kann auch mal sein, dass derjenige dann mal kurz angespannt reagiert. Das ist völlig okay. Kann sein. 
 
Wie kriegst Du es dann hin, wenn Du merkst, dass Du in diesem angespannten Zustand bist? Das kann auch mal sein, durch eine bestimmte Körperhaltung, durch bestimmte Art und Weise zu gehen, zu. Man knallt mal eben schnell ein Papier irgendwo hin. Dieses Gefühl noch mal kurz zu fühlen und dann kommt dieses stop it einfach mal halt. Warte. 
 
Willst Du wirklich Dich jetzt weiter so fühlen oder wie willst Du Dich fühlen? 
Wie möchtest Du in den nächsten fünf Minuten wieder sein? 
 
Da zu sagen Okay, was kannst Du tun? Zieh Dich zurück, nimm Dir fünf Minuten, nimm Dir 10 Minuten, dass Du Dich fragst, was kannst Du jetzt tun, um Dich besser zu fühlen und nicht dann das vielleicht auch an anderen abzureagieren. Und ich kenne mich auch. Ich bin manchmal viel zu schnell im Antworten von irgendwelchen Sachen, die mir geschrieben werden. Und dann antworte ich in diesem kurzen angespannt Gefühl zurück. Und dann denke ich schon in dem Moment, dem ich es weggeschickt habe, ungünstig. 
 
Dann habe ich mir angewöhnt, ich kriegt, das würde ich sagen, inzwischen zu 98 Prozent hin, dass ich nicht antworte in dem Moment, sondern wirklich erst irgendwas tue. Irgendwas anderes. Tief Luft holen, aufstehen, umdrehen, im Kreis drehen, hinsetzen, 5 Minuten schöne Musik anmachen, den Fokus auf etwas ganz, ganz anderes richten. Das kannst Du auch tun. Was ist schön? Du, guckst Du irgendein schönes Bild an, irgendein Sonnenuntergang, Sonnenaufgang, irgendetwas, was Dich ablenkt von diesem Stress Gefühl. Das ist das, was mir sehr, sehr, sehr, sehr hilft.

Philipp: Mir bewusst werden, in welchen Situationen durch diese Sinnesorgane, die ich habe, sehen oder hören, meistens wahrscheinlich etwas passiert, wo dann innerlich dieses Gefühl kommt. Also zum Beispiel eine E-Mail oder eine Nachricht. Klassischerweise vielleicht, so dieser Brief des Finanzamtes oder so manche Menschen zumindest vielleicht früher mal

Wiebke: Früher Mal. Bis gestern

Philipp: Dieses Gefühl wahrgenommen haben und dann in erster Linie sich diesem Gefühl zuwenden, um dieser Seins Qualität erst mal einen Raum zu schaffen, das zu verändern, in positiv und sich dann der Sache wieder mit einer ganz anderen Haltung anzunehmen.

Wiebke: Ja, und das ist das, was immer schneller wird. Je mehr Du das übst, desto leichter wird es. 
 
Ich habe gerade neulich wieder eine ganz tolle Nachricht bekommen, von der Teilnehmer aus dem Practitioner wirklich den Fokus viel auf irgendwelchen negativen Sachen hatte oder ganz oft einfach nur die Probleme gesehen hat. Hab von Ihr ne Sprachnachricht bekommen, die mich so gefreut hat sie einfach nur sagte: 
 
„Wiebke. Vielen vielen Dank. Mein ganzes Leben hat sich verändert durch den Practitioner, weil ich jetzt wirklich auf die positiven Dinge acht – Und es ist so viel leichter geworden. – Lernen ist leichter geworden, alles ist viel leichter geworden“ und sie bringt jetzt mit ihrer Fröhlichkeit. Und das finde ich so, so cool daran die ganze Familie in einen anderen State, in eine andere Gefühlslage. 
 
Sie sagt die ganze Familie fängt schon an, viel fröhlicher zu werden, weil sie mit sozusagen Vorbild vorangeht und die Dinge einfach viel, viel leichter nimmt. Das ist auch das, was ich daran so schön finde. Wenn Du anfängst, entspannt zu sein und viel entspannter zu bleiben, dann überträgt sich das auch auf andere. Das hilft so viel mehr in Deinem ganzen Umfeld, ob jetzt beruflich, privat, mit den Kindern, Partner. Diese ganze Situation zu entspannen, das ist wie so eine Schallwelle, die immer mehr nach draußen geht und Du immer mehr Menschen mitnimmst in diesen entspannten Zustand
 
Was sind jetzt die Möglichkeiten, die Du tun kannst? Erstens Dir bewusst zu werden, wenn Du in diesem angespannten Zustand mal warst. Es geht immer schneller, Dich zurückzuziehen. Fünf Minuten meditieren, tief Luft holen, atmen, würdest Du sagen.

Philipp: unbedingt.

Wiebke: Die Arme nach oben nehmen, einfach mal Dich körperlich bewegen. Also wirklich alles, was Du schon hier gehört hast, schon gelernt hast, bewusst anzuwenden. Dein Muskel zu Trainieren, diese Entspanntheit zu haben und das Leben ganz ehrlich, das Leben nicht so ernst zu nehmen, auch, dass einfach jede Situation, die wir haben, wird irgendwann vorbei sein. Auch eine negative. Deswegen genießt die positiven immer mehr und immer länger und die negativen gehen auch vorbei. Sie gehen vorbei. Immer zu wissen, das ist nur eine Phase. 
 
Natürlich darfst Du was dafür tun, dass diese Phase irgendwann vorbeigeht. Durchatmen durch Warten, durch Lächeln, durch Meditieren. Einfach mal drüber zu lachen. Was ist wirklich so schlimm, wenn es sich nicht um wirklich dramatische Sachen handelt? Und auch da gibt es Möglichkeiten. Wie kannst Du Dein Leben ent-stressen? Sag ich ungerne entspannter machen,

Philipp: Was mir auch kommt so auflockern. Ich kann es jetzt, wenn ich in dieses Gefühl nicht mal rein denke, ganz viel von so einer Haltung etwas tun zu müssen, mir funktionieren zu müssen und im Gegensatz dazu eben diese Auflockerung sich zu erlauben, um eben überhaupt in dieses Gefühl dann zu kommen und diesen Seins-Qualität, aus der heraus sich das Leben viel schöner gestaltet.

Wiebke: Und ich liebe einfach Meditation. Ich liebe Trance. Ich mache das seit meinem 15. Lebensjahr. Das ist für mich Lebenselixier. Deswegen konnte ich einen Tick weniger trainieren, vielleicht als andere Menschen und noch viele andere Sachen zusätzlich machen beim Fechten, weil ich glaube, dass durch diese Meditation und diese entspannten Zustände Du viel mehr innerlich wieder – wir nennen das so schön – bei Dir bist, dass Du diese Anbindung zu Dir hast, dass Du viel mehr weißt, wieder was Dir gut tut und viel schneller reagieren kannst.

Philipp: Wär das dann auch dieses assoziiert im Vergleich zum dissoziiert?

Wiebke: Ja, wenn Du Dich dissoziieren würdest, dann fühlst Du natürlich nicht so schnell und so gut, was für Dich gut ist. Deswegen liebe ich auch die Hypnose so, wir haben ja jetzt im November den Hypno-Coach.

Philipp: Für unsere Master! Ja!

Wiebke: Genau acht Tage mal am Stück einfach nur in Trance zu gehen, meditieren, sprachlich herauszufinden, wie kannst Du mit Dir selber reden? Und natürlich mit anderen, um sie in Trance zu führen, um Dich selber noch besser in Trance zu führen. Das ist mega cool.

Philipp: Da hätt ich direkt eine schöne Frage, die vielleicht auch noch mal das Thema so ein bisschen aufgreift als Ganzes, weil NLP, Hypnose das sind so Worte, die bei manchen Menschen mal zu einem: Da will mich jemand kontrollieren Gedanken geführt hat. Ja, der Austausch mit unseren Teilnehmern und auch denen, die schon in Hypnose Coach waren, war genau das Gegenteil der Fall – Magst Du darauf noch mal eingehen?

Wiebke: Das Ziel für mich ist die positive Beeinflussung Deines Geistes, Deines Mindsets. Das ist das Ziel für mich von Hypnose. Diese positive Veränderung, diese positive Leichtigkeit, die Du bekommst, diese schnelle Entspannung, die Du dadurch immer leichter und immer wirkungsvoller und schneller in Dir hervorrufen kannst. Du kannst wirklich in Sekunden in diesen super entspannten Zustand gehen. 
 
Ich trainiere das ja schon ein paar Jahre. Ich habe in Amerika ja die Ausbildungen gemacht vor Jahren Jahren zum staatlich geprüften Hypno-Therapeuten des Staates Kalifornien und habe da eine Menge Menge Menge gelernt, wie Du Menschen leicht entspannt in Trance führen kann. 
 
Ich habe auch gelernt, wie ich es nicht machen würde. Du musst nicht immer wieder zurück in negative Dinge, sondern Du kannst das sehr positiv gestalten, diese Hypnose und Trancen. Für mich gibt es da keinen großen Unterschied zu den Worten. Das erkläre ich dann im Seminar…

Philipp: So wie ich es einschätze, auch unabhängig wie man es nennt. Das was ich beobachte, was da passiert, ist ja, dass die Menschen eben in einen totalen Spannungszustand kommen und von da aus viel leichter sich selber entscheiden können. Wo soll es dann weiter hingehen?

Wiebke: Genau. Es gibt da draußen so Mythen, wie eine Meditation zu sein hat und dass man dann gar nichts denken sollte und dass der Kopf total abgeschaltet sein soll. Das sind auch Dinge. Lass einfach mal dieses „Wie soll etwas sein“ sein.

Philipp: Auch wieder dieser Stress, der da sozusagen entsteht dadurch.

Wiebke: Genau, weil viele machen sich Stress dadurch, dass sie sagen Oh, ich habe ja gar nicht meditiert, weil ich habe ja irgendwas gedacht, das einfach mal wegzulassen, sondern nutzt die Gelegenheit, einfach mal Dich zehn Minuten hinzusetzen. Und selbst wenn ein Gedanke kommt, dann lass ihn ziehen und mach irgendwas anderes gedanklich oder konzentriere Dich nur auf Deinen Atem oder zähle einfach nur, wenn Du zählen möchtest. 
 
Es gibt so viele Möglichkeiten. Dir selber da, den Druck rauszunehmen, den Stress rauszunehmen, einfach mal sagen Du nimmst Dir 10 Minuten Zeit für Dich, unabhängig wie Du die gestaltest.

Philipp: Aus dem Yoga kenne ich auch diesen Blick auf eine Kerzenflamme.

Wiebke: Ja. Kerze gucken.

Philipp: Oder während ich jetzt mit Dir darüber spreche. Ich glaube, das bewusste Hören eines Liedes meine volle Aufmerksamkeit nur auf dieses Lied zu geben, ist wahrscheinlich auch ein ähnlicher Effekt.

Wiebke: Oder geht es einfach nur im Wald spazieren und achtest auf die wunderschönen Bäume? Es gibt ja auch Geh Meditation. Es gibt so viele unterschiedliche Dinge, wie Du Dich entspannen kann. Das ist zum Beispiel das, was ich im Empowerment Retreat mache. Da gibt es ganz viele unterschiedliche Möglichkeiten. Wie kannst Du Dich durch verschiedene Meditations Arten in diesen entspannten Zustand bringen? 
 
Und jetzt ist erst mal der Hypno-Coach, da freue ich mich riesig drauf. Alleine die entspannten Gesichter zu sehen am Ende der Woche, die sehen gefühlt 10 bis 20 Jahre jünger aus. Die Menschen, das ist richtig, richtig schön. 
 
Die Unterstützung Aufgabe für heute: 
Guck Dir einfach noch mal Deine Woche an, vielleicht die letzte. Gab es irgendwelche Gefühle von Stress, dass Du jetzt Dir nochmal bewusst machst? Wie hast Du diesen Stress Gefühl gemacht? Wie hast Du es hinbekommen, dass das Barometer in die eine Richtung ausgeschlagen ist, die Du vielleicht gar nicht so möchtest? Und in der kommenden Woche einfach mal 2 mal 10 Minuten gar nicht mehr. Gar nicht diesen Druck. Du musst das jeden Tag machen oder es muss schon wieder perfekt sein, sondern vielleicht einfach nur zweimal 10 Minuten. Und wenn Du es nur einmal 10 Minuten machst, ist schon toll. Also einmal 10 Minuten. Und wenn Du ganz viel machen möchtest, zweimal 10 Minuten Zeit für Dich nimmst, Musik hörst, dabei einfach nur mal hinsetzt auf den See, guckst aufs Wasser, guckst auf Bäume, guckst einfach nur dieses entspannen und hinterher nicht bewerten, ob das jetzt richtig, perfekt oder sonstiges war, sondern einfach nur 10 Minuten sitzen

Philipp: Ich geh schon mal gedanklich die Orte durch, an denen ich mich am liebsten hinsetze. Cool freue ich mich sehr darauf,

Wiebke: Der Podcast ist ein bisschen länger geworden als sonst.

Philipp: Ich freue mich auch auf unsere Teilnehmer beim Hypnos Coach. Für alle, die nicht so lange warten wollen, schicke uns eine E-Mail mit deinen Fragen, deinen Anregungen, wo Du Dich am liebsten zur Ruhe setzt bzw. welche Hürden Dir da noch im Wege stehen oder welche Herausforderungen Du Dir Unterstützung wünschst.

Wiebke: Tolle Idee

Philipp: An Info@fresh-academy.de wir freuen uns darauf, weil das tatsächlich sehr hilft hier auch den Podcast weiter auszubauen. Und noch besser auf Deine Bedürfnisse zuzuschneiden.

Wiebke: Dann eine schöne entspannte Woche.
Wir freuen uns auf Deine Nachrichten und bis nächsten Mittwoch