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Erfolgreiches Lernen? Geht

Podcast-Transkript Nr. 582

Philipp: Liebe Wiebke, hallo und herzlich willkommen zum Podcast der fresh-academy.

Wiebke: Hallo schön, eine neue Begrüßung, eine andere. 
Herzlich willkommen! 
Schön, dass Du dabei bist.

Philipp: Wir haben ein paar Einsendungen bekommen zum Thema Umgang mit Kindern. Und speziell interessant fand ich diesen Aspekt des Lernens. Wie begleite ich mein Kind dabei, richtig zu lernen, gut zu lernen, leicht zu lernen, mit Freude zu lernen.

Wiebke: Am besten entspannt und mit Freude. 
 
Das ist die Grundvoraussetzung, dass die Eltern diesen Druck nicht auf das Kind ausüben, sondern mit dem Kind mit Freude, mit Spaß lernen. Den Kindern beibringen, dass mit Spaß zu machen, neue lustige Wege, Möglichkeiten finden, mit ihnen zu lernen.
 
Dieses Gefühl von „Ich will, dass mein Kind aufs Gymnasium kommt und sonstiges“ raus nimmt oder für die, die schon in der weiterführenden Schule sind, immer wieder dem Kind zu signalisieren, dass das Kind selbst entscheidet, wie sein weiterer Weg geht. Ob mit Lernen, ob mit wenig Lernen, ob mit Aufbäumen, ob mit keiner Lust und ein tolles Miteinander zu finden für die Schule. Und das ist eine kleine Herausforderung manchmal, gebe ich zu. 
 
Wie kannst Du jemanden anders darin unterstützen, leichter zu lernen, anders zu lernen, mehr Spaß bei Dingen zu haben?

Philipp: Joanna hatte erzählt, dass ihr Sohn mit Wochentagen dabei war, die zu lernen oder noch nicht so ganz gelernt hatte. Und was es ihm plötzlich voll einfach gemacht hat, war, dass er am Mittwoch Geburtstag hatte und dann plötzlich Montag, Dienstag und Mittwoch wie von allein gelernt hat, weil er genau wusste: am Mittwoch hat er Geburtstag.

Wiebke: Ja, und das zeigt genau das, worum es geht, weil er ein Ziel hatte. Und aufgrund dieses Ziels war er dann bereit, die Dinge zu lernen. Das ist ein wunderschönes Beispiel dafür, dass Menschen am besten und am liebsten lernen, wenn sie ein Ziel haben.

Philipp: Das trifft dann auf Kinder jeden Alters zu – sozusagen. Ich will mich da auf jeden Fall selbst auch angesprochen.

Wiebke: Ja, wenn Du mit deinen Kindern Spaß hast und mit denen zusammensitzt und eine Menge Spaß hast beim Lernen, dann verknüpfen sie mit Lernen Spaß. 
 
Wenn die Eltern das Gefühl vermitteln sollten „HMMM, das wird schwer“ und in der Schule und einschränkende Glaubenssätze äußern auch über Lehrer oder Fächer oder selbst erzählen, wie schwer es in der Schule war und was ihnen gar nicht gefallen hat und den Fokus auf die negativen Dinge richten, dann lernt das Kind natürlich nicht nur jetzt die Inhalte, sondern auch das Drumherum. Wie Du mit diesen Dingen umgehst.

Philipp: Na klar.

Wiebke: Es gibt sogar Lehrer, die selbst mit Tests und Arbeiten und Schularbeiten ein negatives Gefühl verknüpfen – natürlich die positive Motivation hatten: „Du bringst den Kindern jetzt endlich positives, entspanntes Lernen bei.“ – und dann manchmal bei Prüfungen selbst merken, dass die Kinder ihnen leidtun, weil sie jetzt Arbeiten schreiben müssen.

Philipp: Hmmm,

Wiebke: Das ist ein superliebes, nettes, einfühlsames Gefühl und das überträgt sich auch auf die Kinder.

Philipp: Ok. Das heißt, der eine Teil ist erst mal ich als Bezugsperson sorge erst mal dafür, dass ich selbst in einem guten State bin und Lust und Freude habe.

Wiebke: Das wäre günstig.

Philipp: Cool macht voll Sinn. Dann sagtest Du braucht das ein Ziel.
 
Geben die Kinder mir das Ziel vor? Gucke ich was ist denn eigentlich sein Ziel und bau das dann irgendwie da rein? Dass die Mathe und Geografie Unterricht noch damit dazu passt zu dem Ziel? Oder entwickle ich gemeinsam ein Ziel, wo diese Unterrichtsinhalte sage ichs mal hinführen?

Wiebke: Grundsätzlich möchten die Eltern natürlich, dass es dem Kind leicht fällt in der Schule und das Kind eine schöne Kindheit hat. Und das Ziel ist natürlich ein tolles. 
 
Das dem Kind beizubringen, dass es selbst für sich seine Ziele festsetzt. Zum Beispiel, welche Note das Kind haben möchte, was es lernen möchte und vor allem, was es danach damit tun möchte, irgendwann. 
 
Denn jedes Kind hat die Schule durchzuziehen bis zum gewissen Grad, und selbst wenn das Kind noch nicht weiß, mit sechs, was machst Du nach deiner Schulzeit – ihm diese Wissbegierde vielleicht mitzugeben, dass es schön ist, was zu lernen, dass Du – selbst wenn die Themen nicht so für Dich interessant sind – lernst, wie Du mit Frust umgehen kannst. Du lernst, wie Du aufmerksam sein kannst und vielleicht Hausaufgaben viel schneller machst und viel entspannter. Das ist ja zu übertragen auf alles in unserem Leben, auch wenn Du nicht 150-prozentig von diesem Fach begeistert bist. 
 
Gleichzeitig könnte auch ein Ziel sein für Kinder und es war immer eins meiner Ziele, die Schulaufgaben so schnell wie möglich hinter mich zu bringen, damit ich dann nachmittags die Dinge tun kann, auf die ich wirklich Lust hatte. 
 
Das war eher ein Das habe ich zu lernen, das muss ich lernen. Bestimmte Dinge haben mir super viel Spaß gemacht zu lernen und manche Dinge waren es eben nicht.

Philipp: Wie bist Du an diesen Punkt gekommen, dass es für Dich die Priorität war: „Ich mache jetzt erst mal das, was ich machen muss und dann das, worauf ich richtig Bock habe.“ 
 
Oder andersherum Wenn ich jetzt an den Elternteil denke mit einem siebenjährigen Kind. Wie kann ich meinem Kind das da beibringen, eben diese Dinge zu priorisieren, mit dem Frust umzugehen, wo fange ich da an?

Wiebke: Ohh so viele Punkte gleichzeitig? Mit dem Frust umzugehen ist eine der essentiellen Techniken, die wir alle lernen dürfen und daran nicht zu verzweifeln, wenn irgendwas nicht funktioniert, weiter dranzubleiben, das mal hinzunehmen, dass irgendwas nicht ganz so unter unserer Kontrolle ist und die Gefühle auszuhalten und dann zu verändern. Ich weise noch mal auf den Podcast von letzter Woche hin. 
 
Ich habe gemerkt in der Schulzeit irgendwann, dass ich, wenn ich erst diese vielen schönen Dinge gemacht habe und dann abends spät die Schulaufgaben machen sollte, dann hatte ich zwischendurch einfach ein nicht so gutes Gefühl und ein schlechtes Gewissen und habe immer wieder daran gedacht, was ich noch alles tun sollte müsste.

Philipp: Aha

Wiebke: Und dieses Gefühl hatte ich nicht, wenn ich zuerst die Hausaufgaben gemacht und gelernt hatte und dann mit dem Gefühl von „Boa frei – Jetzt kann ich alles tun bis heute Abend zum Schlafengehen, worauf ich Lust habe.“ und dieses Gefühl war so schön.
 
Es war auch nicht jeden Tag immer perfekt und sehr, sehr oft, dass ich gesagt habe, ich mach erst die Dinge, die Du jetzt zu tun hast und dann kümmre Dich um Spielen auf der Straße. Wir haben ja viel auf der Straße gespielt, Ball, Freunde treffen, alles, alles Mögliche. 
 
Das war für mich eine echte Motivation, mit diesem freien Gefühl in den Nachmittag zu starten.

Philipp: Das glaube ich sofort. 
 
Jetzt gleiche ich das ab mit ein, zwei Erlebnissen, die ich hatte, wo ich sehe, dass da ein Vater seiner Tochter hilft beim Mathe machen und sich das zieht, wie so ein Kaugummi und immer länger wird und immer weiter ausufert.
 
Im Vergleich jetzt zu diesem wunderschönen positiven Bild, was Du gesagt hast. Ich konzentriere mich darauf. Macht das schnell. Das Kind ist in der Selbstverantwortung, weiß, wofür es das macht und freut sich schon drauf, das ganz schnell hinter sich zu haben, damit es den ganzen Tag genießen kann. 
 
Tatsächlich auch das Lernen selbst ein Stück weit zu einer Freude zu machen. Da frage ich mich, wie kann das gelingen?

Wiebke: Viele Eltern legen den Fokus auf die Schule ein bisschen zu stark. Nur meiner Ansicht nach.

Philipp: Hmmm.

Wiebke: Die Schule ist so viel wichtiger für viele geworden als das Spielen mit den Kindern als den Spaß haben mit den Kindern, unabhängig von der Schule. Das ist Punkt 1.
 
Punkt 2. ist: Wie kannst du, wenn Du mit deinen Kindern lernst, nicht das Gefühl bei dem Kind hervorrufen, dass sich das zieht bis in alle Ewigkeit, sondern das begrenzen und dann mit dem Kind vereinbaren: „Wir lernen jetzt eine Stunde zusammen, wir machen jetzt Mathe und nach dieser Stunde kommt irgendwas anderes, wunderschönes, Lustiges.“, dass auch da das Kind damit verknüpft: 
 
„Du tust erst diese eine Stunde etwas für dich, dein Wissen, dein Lernen, dass Du voran kommst und dann kommst Du auf andere Weise voran. Nämlich durch Spielen!“ und diese Verknüpfung mehr herzustellen, dass Du erst mit dem Kind lernst und danach super viel Spaß hast. 
 
Dann ist das Kind auch viel eher bereit, die Sachen schneller zu lernen und schneller die Sachen zu erledigen und auch schneller zu verstehen, weil die Zeit mit dem Vater oder der Mutter dann anders ausgefüllt wird. Viele ziehen dieses auch hinaus, um mit den Elternteilen dann mehr Zeit zu verbringen. 
 
Und da eine neue Verknüpfung herzustellen ist, ist es so so wichtig.
 
Diesen „Du machst es jetzt“ möglichst natürlich auch Spaß beim Lernen dabei haben. Wie kannst Du zwischendurch das immer wieder lustig machen? Witzig machen? Wie kannst Du entspannt bleiben? 
 
Ich weise darauf hin nochmal, dass nicht jedes Elternteil unbedingt der beste Nachhilfelehrer für sein Kind ist, weil auch bei dem Vater und der Mutter Dinge getriggert werden könnten, die Ungeduld hervorrufen. Da noch mal genau hinzugucken Bist Du wirklich als Elternteil dann der beste Nachhilfelehrer oder gibst Du das ab? 
 
Ich habe auch mit meinem Vater eine Zeit lang Mathe gelernt oder Physik und Chemie. Das waren so die Fächer, bei denen ich seine Unterstützung gerne angenommen habe. Ich weiß auch, dass ich an Tagen, an denen ich null Bock darauf hatte, mich so verhalten habe, dass ich ihn so getriggert hab, dass er dann auch etwas ungehalten wurde, woraufhin ich natürlich die Gelegenheit genutzt habe, das abzubrechen und zu sagen: „Oh, das funktioniert nicht.“ 
 
Wir haben dann darüber geredet. Das war das Schöne. Wir haben neue Möglichkeiten gefunden und Wege und dann auch das begrenzt, auf bestimmte Zeiten. Das war genau das, was ich dann ausprobiert habe und das super funktioniert hat.

Philipp: Ich stelle mir auch vor, ist jetzt reininterpretiert, dass diese Routine aufzubauen, diese positive Verknüpfung von ich lerne etwas und habe danach ein gutes Gefühl, dass die erst mal viel wichtiger ist, als dass die Hausaufgaben jetzt, heute oder morgen diese Woche perfekt sind, wie ich das als Elternteil gerne hätte. Sondern vielmehr der Fokus darauf liegen darf, das Beste für das Kind zu tun, dass das lernt, sich selbstständig weiterzubilden.

Wiebke: Ja. Und ich habe das mit meinen Kindern ausprobiert: Ich habe super viel Spaß mit Sprachen, Vokabeln lernen, alles was mit lernen zu tun hat. Wie kannst Du dir Dinge merken? Wie kannst Du dir Eselsbrücken bilden? 
 
Das war so witzig und so schön. Und bei dem anderen Thema Mathe, was ich auch kann und ich hatte auch Mathe-Leistungskurs. Von daher ist es jetzt nicht so, dass ich das nicht verstehen wollen würde. Und es war nicht meine Kernkompetenz, das mit meinen Kindern zu lernen, weil ich offensichtlich selber darauf noch so einen kleinen Stresspunkt hatte, dass ich dann entschieden hab, das macht jemand anders. 
 
Diese Bewusstheit auch zu schärfen und zu gucken: Wer kann jetzt am besten dein Kind unterstützen und in welchem Bereich kannst Du es am besten unterstützen? 
 
Das war ja gerade die Herausforderung in den letzten Monaten, dass die Eltern gefühlt gezwungen wurden, mit ihren Kindern das alles so zu machen. Jetzt wieder auch für die Schule. Die Kinder sind das ja alles gar nicht mehr gewöhnt gewesen, wieder in die Schule zu gehen, da wieder Spaß zu verknüpfen und diese Kombination aus Lernen und Spaß miteinander, das ist das A und O.

Philipp: Ja, cool, sehe ich sofort ein. Macht voll Sinn. Wenn ich jetzt noch mal die Perspektive ein bisschen größer mache, auch zu den älteren Kindern wie Äh unseren Podcast-Zuhören oder mir selber.
 
Wie funktioniert denn Lernen eigentlich an sich? Gibt es da irgendwelche Tricks? Und was ich da an dem Punkt auch noch total spannend finde. 
 
Du hast innerhalb von sechs Monaten diesen Heilpraktiker gelernt und bestanden. Wie sieht da so ein Tagesablauf aus? Was ist das Erfolgsrezept?

Wiebke: Das Lernen am besten funktioniert, indem Du alle drei Wahrnehmungskanäle sehen, hören, bewegen nutzt wissen wir inzwischen. Wird auch in Schulen ganz ganz viel beigebracht. 
 
Ich wiederhole noch mal meinen Ansatz, den ich bestimmt in anderen Podcast schon mal erwähnt hatte und ich finde ihn immer wieder wichtig: Selbst, wenn Du einen bevorzugten Wahrnehmungskanal hast, wie zum Beispiel sehen oder hören oder auch bewegen fühlen, dass Du auf jeden Fall die drei Wahrnehmungskanäle alle gemeinsam nutzt, zum besseren lernen – oder hintereinander, wenn es gleichzeitig nicht geht. 
 
Dass Du Dinge liest, dass Du Dinge hörst und Dich von mir aus auch dabei bewegst bzw. schreibst. Deswegen ist das Schreiben, dieses Überkreuzen der Mittellinie sehr sehr wichtig und nicht nur das Tippen am PC, weil wir mit dem Tippen die Mittellinie im Gehirn nicht mehr überkreuzen und damit die Gehirnhälften nicht beim Schreiben vernetzen. 
 
Spaß ist eins der wichtigsten Dinge und das Ziel vor Augen zu haben: „Was ist das Ziel, was Du erreichen möchtest?“ 
 
Das war für mich das Wichtigste. Zusätzlich zu einer absoluten Struktur des Lernens. Wie kannst Du dein Lernen und deine Tage und in den Stunden und den Stoff so strukturiert vorbereiten, dass Du ihn dann einfach nur in gewissen Häppchen lernst?

Philipp: Ähnlich wie bei großen Zielen, das ich mit dir runterbrechen auf immer kleinere Schritte, dass sie sich plötzlich alle ganz einfach und leicht ergeben?

Wiebke: Ja, weil damit kannst Du deinen Erfolg feiern bzw. überprüfen. Was hast Du gelernt? Du hast das Gefühl, es ist ein Riesenberg, sondern teils das einfach nur ein in unterschiedliche Schritte. 
 
Das ist der Riesenvorteil hier in Bayern gewesen. Das habe ich bei den Kindern gelernt, als sie zur Schule gegangen sind. Die hatten ja diese sogenannten Extemporale Prüfungen – also einfach nur Tests, unangekündigt heißt das. Und damit mussten sie sich gefühlt auf jede Stunde vorbereiten. Dadurch, dass sie sich auf jede Stunde vorbereitet haben, war dann, wenn die Klassenarbeit kam, dass alles nicht mehr so viel zu lernen. Dieser viele Stoff, statt sechs Wochen am Stück einen Tag vorher schnell noch sich in sein Gehirn zu ziehen, wie das so schön heißt. 
 
Sondern dieses kontinuierliche Lernen und Dranbleiben und das ist das, was ich getan habe: Du wiederholst zum Beispiel, was in dieser einen Woche gelernt wurde und dann noch mal eine Zusammenfassung machst. Das ist das, was mir auch sehr viel geholfen hat. 
 
Wenn Du deine lernweise strukturierst – das ist ja auch beim Sprachenlernen so, das ist bei allen Dingen, die gefühlt neu sind. 
 
Wenn Du dir eine Struktur erstellst im Kopf, unabhängig von dem Thema, dann fällt es dem Gehirn leicht, Dinge einzuordnen und zu behalten.

Philipp: Kannst Du da ein Beispiel machen, was heißt Struktur machen im Kopf?

Wiebke: Ich nehme jetzt mal das Beispiel von dem Heilpraktiker. 
 
Dass es immer eine gleiche Struktur beim Ablauf von Krankheiten gibt: Es gibt ein Symptom, es gibt einen Verdachtsdiagnose, es gibt Differentialdiagnose und dann gibt es eine Art und Weise, wie Du dann wieder gesund bist. 
 
Das gleiche gilt beim Sprachenlernen, bei den Deklinationen, bei den Konjugationen gibt es immer den gleichen Ablauf: Es gibt eine O-Deklination, eine A-Deklination und dann gibt es die Ausnahmen. Oder Zum Beispiel englische Verben, die werden immer in einer ganz normalen Art und Weise konjugiert und dann gibt es die Ausnahmen. die unregelmäßigen Verben, und die lernst Du separat. 
 
Dann kannst Du dir zum Beispiel die Struktur der unregelmäßigen Verben auch noch mal aufteilen. Manche tun das in Anfangsbuchstaben, manche sortieren die in. Was ist da die Gleichheit? Dass Du immer herausfindest, was ist die Gleichheit. Das meine ich auch mit Struktur. Und was ist dann anders? 
 
Je mehr Du Überblick hast darüber, was gleich ist und was anders ist, desto leichter kannst Du das dann wieder einordnen und behalten. 
 
Das ist wie bei N.L.P. – wenn Du die Struktur herausfindest, wie sich jemand ein Problem macht, dass es immer eine gewisse Abfolge von Bildern, Tönen, Gefühlen, Geruch, Geschmack, diese Sub-Modalitäten. 
 
Wenn Du die Struktur herausfindest, auch zum Beispiel, dass Angst nur ein Verhalten ist. Ein Verhalten ist ja auch ein Ablauf von Strategien. Du siehst etwas, Du tust etwas, Du hörst etwas, Du tust etwas, Du fühlst etwas. Du bewegst Dich in gewisser Art und Weise. Diese Dinge kannst Du verändern.
 
Deswegen kannst Du auch Ängste verändern und Ängste loslassen. Und das ist auch beim Lernen ein ganz wichtiger Punkt. Kindern die Angst zu nehmen vor Prüfungen, vor Arbeiten, vor den Lehrern, vor was und wem auch immer. 
 
Und das lässt sich übertragen natürlich auch auf dein Leben, selbst wenn Du nicht mehr in der Schule sein solltest, wie kannst Du Ängste loslassen? Wie kannst Du Ängste verändern und damit positive Glaubenssätze entwickeln und die Dinge tun, die dir Spaß machen?

Philipp: Ah, jetzt verstehe ich ein bisschen besser noch, wie die Seminare strukturiert oder untermauert sind. Weil tatsächlich der Teil, der so schon von außen sichtbar ist, dieses „positive Gefühle machen“ und „gute Gefühle haben“ macht das Lernen einfach viel leichter und unterhaltsamer und man erinnert sich an lieber dran. 
 
Zum Thema Seminare haben wir übrigens die negativen Glaubenssätze am 9. und 10. Oktober sowie das Motivations- und Metaprogramm am 20. und 21. Oktober.

Wiebke: Der Practitioner beginnt am 23. das ist so die Basis für genau dieses Thema: Wie kannst Du Ängste loslassen? Wie kannst Du die Sub-Modalitäten verändern und all das, was wir immer wieder erwähnen: Gefühle rausnehmen, rumdrehen, wieder rein tun. Ich wirklich bin absoluter Anhänger von N.L.P., muss ich sagen. 
 
Weil so viele tolle Dinge damit möglich sind und Du so schnell Ängste loswirst und Dinge veränderst und auch den Kindern das beizubringen. Stell dir mal vor, jedes Elternteil würde das den Kindern beibringen. Und jeder Lehrer. 
 
Wie würde sich die Welt verändern, Positiv, wenn viel mehr Menschen das wirklich nutzen und den Kindern die Prüfungsangst zu nehmen? 
 
Neulich hatte ich wieder eine ganz tolle Lehrerin im Seminar, die genau diese vielen Fragen gestellt hat. Wie kann ich meinen Kindern die Angst vor Prüfungen nehmen? 
 
Und das war so schön: „Hast Du eigene Kinder?“ Sagt sie: „Nein, meine Schulkinder.“ das Gefühl war toll, weil sie wirklich sich Gedanken darüber macht, wie sie den Kindern die Angst nehmen kann. 
 
Sie lässt auch die Kinder zum Beispiel die Ziele aufschreiben für das Jahr. Das ist so ein toller Schritt. Wenn Du das mit deinen Kindern machst, wenn Du selbst das tust, wenn Lehrer das den Kindern beibringen, Ziele zu haben für das Jahr, weil sie damit dann viel leichter und viel schneller lernen. Fand ich richtig Toll.

Philipp: Cool. Macht total Sinn. Und herzlichen Dank an diese Lehrer, die es da draußen gibt, die LACHEN genauso schon ihre Kinder motivieren und glücklich und zufrieden machen – stark.

Wiebke: Ja, vielen, vielen Dank!

Philipp: Um jetzt auch uns als Podcast Zuhörer, glücklich und zufrieden zu machen. Magst Du uns noch eine Unterstützungsaufgabe mitgeben?

Wiebke: Ja, die Unterstützungsaufgabe für heute ist: Was willst Du lernen? 
 
Egal in welchem Bereich. In welchen Bereich möchtest Du dazulernen und gehst mit viel Spaß das an? 
 
Egal ob es ein Instrument ist, ob es ein bestimmter Wissensbereich ist in deiner Arbeit, den Du zusätzlich lernen möchtest oder lernen möchtest, wie Du deine Kinder leichter und besser unterstützt. 
 
Welchen Bereich Du auch immer für diese Woche wählst, dass Du noch mal hinguckst und sagst: Was willst Du lernen? Was bist Du bereit dafür zu tun und dir dann diese Woche gerade in dem Bereich so zu strukturieren, dass das Lernen für Dich leicht wird. Zumindest viel leichter als Du gedacht hattest.

Philipp: Cool.

Wiebke: Gut.

Philipp: Herzlichen Dank.

Wiebke: Eine lehrnreiche Woche mit viel, viel Spaß.

Philipp: Und bis zum nächsten Mittwoch.

Wiebke: Bis nächste Woche.