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Wie erreiche ich meine Ziele trotz Alltagsstress?

21 Jan 2017, Geschrieben von map in Ziele

Wie kann ich Ziele erreichen, wenn es doch so viel zu tun gibt?



 

Das Dilemma kennen sicher viele Menschen: Der Alltag bringt so viele Aufgaben mit sich, dass man kaum weiß, wie man sich neue Ziele setzen soll. Denn neue Ziele bedeuten ja meist auch neue Aufgaben, mindestens sich die Zeit zu nehmen, in dem neuen Ziel zu baden, sich vorzustellen, wie sich das Ergebnis anfühlen wird, sobald es erreicht ist. 



 

Der Alltag holt einen ein
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Dazu kommt dann bei dem einen oder anderen auch noch das Gefühl der Fernsteuerung, andere Menschen, Institutionen oder auch einfach nur Entscheidungen von früher sorgen dafür, dass die eigene Zeit nicht so eingeteilt werden kann, wie es den eigenen Vorstellungen (inzwischen) entspricht. Kann sein, dass Sie entschieden haben, Kinder zu bekommen. Das kann schon Jahre her sein, aber wer Kinder hat, der weiß, dass diese Entscheidung einen auf viele Jahre jeden Tag an einen Terminplan bindet, der alles andere als selbstbestimmt ist.

 

Das Neue entsteht nur mit Einsatz und Konzentration
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Hinzu kommt ein Effekt, den ich bei mir gerade sehr deutlich in meinem Leben wahrnehme: Bestimmte neue Projekte, Ideen, Ziele und Wünsche werden nur Realität werden, wenn ich mich dafür einsetze, wenn ich ihnen Zeit einräume, wenn ich meine Aufmerksamkeit auf diese Projekte richte. Es ist so ein bisschen wie in dem Buch „Gespräche mit Gott“, wo es um ein Buch geht, dass der Autor geplant aber nicht geschrieben hatte. Und „Gott“ antwortet, dass dies ein sehr schönes Buch geworden wäre, wenn es denn geschrieben worden wäre.
Wenn ich in dieser Situation an dieses Thema denke, dann frage ich mich, welche ganz tollen Bücher, Filme, Videos, Hörbücher, Seminarideen und andere Dinge mehr nicht wahr geworden sind, weil ich sie nicht gemacht habe oder eben aktuell mir nicht die nötige Zeit dafür nehme. Wie gesagt ist das fast schon ein Luxusproblem im Verhältnis zu einer Zeit in meinem Leben, in der ich mich komplett ferngesteuert gefühlt habe…


 

Prüfen Sie Ihre wundervollen Ideen!


Eine erste Empfehlung kommt von Steve Jobs, dem ehemaligen Apple-Guru (in meinen Worten): Erfolgreich gemacht haben uns die Projekte, die wir nicht gemacht haben! Also dürfen Sie lernen, die Ideen wegzulassen, die nicht die allerbesten sind. Denn viele Menschen, die sich persönlich verändern, sind der Meinung, dass die ersten Ideen, auf die sie kommen, auch schon supergenial sind, Megamillionen-Euro-Ideen natürlich. Da bin ich, mit etwas Lebenserfahrung, inzwischen skeptischer mir selbst gegenüber: Vielleicht ist meine neueste Idee doch nicht die brillianteste Erfindung seit der Entdeckung der Schokolade?! Schwer vorstellbar, aber doch möglich. Vielleicht ist es eben doch nur eine Idee, ein gute, nette, fröhliche, schöne Idee. Und noch kein Thema, keine Vision, bei der ich bereit bin, Tage, Woche, Monate, ja vielleicht sogar Jahre meines Lebens zu investieren, weil sie so phantastisch ist. 
Das wäre also eine erste sehr gute Frage: Bin ich bereit, mich für diese Idee mit meinem ganzen Leben einzusetzen, um sie wahr zu machen?


 

Einige Monate schwanger sein… :-)


Ein weiterer Aspekt ist es für mich, einige Monate mit einer solchen (natürlich brillianten, aber Hallo!) neuen Idee zu verbringen. Ich mache das beim Duschen, Spazierengehen, manchmal auch bei meiner morgendlichen Meditation. Das hat mehrere tolle Effekte: 
Die Idee, darf sich bewähren, denn nur, wenn sie wieder und wieder auftaucht, ist sie wirklich gut. Sternschnuppen sind auch dabei, herrlich anzusehen und dann verschwinden sie für immer. Der Rest ist Bodensatz, und den schaue ich mir immer mal wieder an. 
Die Idee reift heran, weil ich immer neue Aspekte finde. Sie wird auf diese Weise ausgereifter, auch wenn ich nicht wirklich aktiv daran arbeite, ToDos daraus mache und sie konkret angehe. Meist haben die Projekte nach einigen Monaten oder Jahren so ganz leicht und automatisch, nämlich nebenbei, einen hohen Reifegrad erreicht. 
Eine Schwangerschaft braucht ja auch einige Monate, bis sie abgeschlossen ist. Ich kann bei einer längeren Wartezeit auch lernen, meine Geduld zu üben, meine Bereitschaft, länger an Themen dranzubleiben. Das wäre mir früher nicht so leicht gefallen.

Die Kehrseite der Medaille
Natürlich gibt es auch eine Kehrseite der Medaille: Manche Menschen leben ein Erst-wenn-Leben, sie warten bei allen schönen Dingen und Tätigkeiten auf einen undefinierten oder mindestens weit entfernt liegenden Zeitpunkt, zu dem alles leichter und besser wird, im schlimmsten Fall bis zu der früher viel zitierten Rente. Das macht natürlich auch keinen Sinn! Leben wird heute gelebt und die tollsten Projekte darf ich damit auch zeitnah zum Leben erwecken. Ewiges Aufschieben ist schließlich auch keine Lösung.

 

Wie schaffe ich also die Zufriedenheit?


Unerledigte und geschobene Projekte machen ja vor allem auch unzufrieden. Unzufrieden mit mir selbst und unzufrieden mit meinem Leben. Auch das Gefühl, nichts Wichtiges zustande gebracht zu haben, ist natürlich auf Dauer zerstörerisch, es nagt am Selbstvertrauen und reduziert die eigene Fähigkeit, Dinge erledigt zu bekommen. Daher mein konkreter Tipp für Sie: Setzen Sie sich jetzt hin, schreiben Sie alle Projekte, Ideen, Wünsche, die unerledigt sind und schon länger nerven, auf einem Blatt Papier zusammen. Und streichen Sie dann jeden Tag eine Idee von dem Blatt herunter, die weniger wichtig, interessant, anregend ist als die anderen, oder für die Sie sich nicht so sehr einsetzen wollen, wie für die anderen. Und die eine Idee, die dann noch übrig ist, die setzen Sie dann um. Jeden Tag nehmen Sie sich nur ein bisschen Zeit, um diese Idee wahr werden zu lassen. Dann schauen Sie eines Tages auf ein Leben zurück, in dem Sie viele ganz wundervolle Ideen wahr gemacht, Ziele erreicht und großartige Visionen verwirklicht haben – immer eine nach der anderen, versteht sich!