Ich habe etwas Interessantes festgestellt: Die meisten Menschen ändern in Bezug auf wichtige Lebensthemen ein Leben lang nichts. Sie bleiben einfach an einer Stelle stehen, bewegen sich bestenfalls ein wenig vorwärts und zurück, aber im wesentlichen bewegt sich nichts. Ich möchte das noch genauer benennen: Es mag sein, dass sich sogar die Orte, die Menschen und die Umstände ändern, aber das Gefühl, und genau darum geht es mir heute, ändert sich nicht.

Sicher kennen Sie das aus Ihrem eigenen Leben: Sie haben vielleicht sogar versucht, etwas im Außen zu ändern, den Job zu wechseln, den Partner oder die Partnerin, den Wohnort – was immer es war. Und dann stellen Sie einige Zeit später bei genauerer Betrachtung fest, dass die neuen Umstände im Außen zwar anders waren als die alten, dass sich aber in der Qualität der Situationen, die Sie erlebt haben, nicht so viel geändert hatte. Eine der schönsten Geschichten dazu kommt von einer unserer Töchter: Sie hatte – sagen wir es mal so – eine zeitlang ein paar Widerstände im Fach Biologie. Es lag, das erklärte sie uns mit einem gekonnt ehrlich-leidenden Augenaufschlag, dem ich noch mehr Glauben schenkte als meine Frau, an dem Lehrer. Er hatte die Klasse nicht gut vorbereitet, unmögliche Fragen in den Tests und Klausuren gestellt, überhaupt, er konnte die Themen einfach nicht vermitteln. Sie wechselte dann die Schule, bekam neue Lehrer und nur einer von diesen war wirklich untauglich, einfach nicht in der Lage, den Stoff angemessen zu präsentieren. Es handelte sich um den Biologie-Lehrer. Was für ein Zufall!
Das sind die Situationen, die ich meine. Es verlangt manchmal etwas mehr Ehrlichkeit mit sich selbst, um diese Tendenzen zu erkennen. Ich bleibe bei meiner These: Das Gefühl ändert sich bei den meisten Menschen in Bezug auf die wichtigen Lebensthemen nicht oder nur minimal.
Wer allerdings versteht, dass dieses Leben vor allem eine emotionale Reise ist, der erkennt, dass die ständige Gleichheit eines bedeutet: Wir bekommen über Jahre in einer Lebenssituation oder in Bezug auf ein Thema immer dasselbe Feedback. Das heißt, genauer betrachtet, wir denken dieselben Gedanken zu diesem Thema wieder und wieder und wieder und wieder und wieder – immer weiter.

Das zu verändern ist ganz einfach, leicht und geht schnell: Sie beginnen einfach damit, dass Sie sich auf Ihr Gefühl konzentrieren, es möglichst konkret fassen. Ein Wort genügt, so etwas wie traurig, enttäuscht, frustriert, wütend – was immer es ist. Und nun finden Sie einen Gedanken, nur einen Gedanken, einen Satz, eine Erinnerung an eine Situation, der sich besser anfühlt. Das Fühlen ist entscheidend, der neue Gedanke darf sich besser anfühlen als der bisherige. Von da aus finden Sie den nächsten Gedanken, der sich besser anfühlt und so weiter. So können Sie Schritt für Schritt ein immer besseres Gefühl entwickeln und sich damit schnell und einfach weiterentwickeln. Esther Hicks nennt diese Technik Pivoting und sie ist sehr hilfreich, selbst dann, wenn Sie das alte Gefühl schon länger denken.
Fangen Sie am besten gleich jetzt ganz spielerisch damit an, diesen neuen Weg auszuprobieren. Sie werden begeistert sein, wie schnell Sie damit vorankommen! Viel Spaß!